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Wasserrettung aktuell

„Retten aus winterlichen Gewässern“

Im Sommer sind Rettungsschwimmer sind an unseren Seen und Strände ein gewohntes Bild. Doch auch wenn es draußen so richtig ungemütlich kalt wird, kommen die Rettungsschwimmer der Wasserwacht zum Einsatz. Doch bei der Rettung aus winterlichen Gewässern gibt es einige, für die Retter und Betroffene, lebenswichtige Dinge zu beachten. Hierzu fand am 7. Februar in der Lehrgang „Retten aus winterlichen Gewässern“ der Wasserwacht, in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Farmsen, statt.

Beim Theorieteil in den Räumen der Feuerwehr war es noch mollig warm. Die 23 Teilnehmer/innen hatten allen Grund sehr gut aufzupassen. Themen wie Unterkühlung, Afterdrop (Gefahr, dass kaltes Blut zum Herzen fließt und einen Herzstillstand verursacht), die Rettung aus winterlichen Gewässern und die Eisrettung mit unterschiedlichen Rettungsmitteln wurden erklärt.

Der Praxisteil fand im Strandbad Farmsen statt. Zu Beginn wurde den Teilnehmern erklärt, wie der Überlebensanzug angezogen wird. Dieser Anzug schützt Personen vor der Kälte des Wassers. Anschließend konnten die Teilnehmer ihr Wissen in die Tat umsetzen. Auf dem See des Strandbad Farmsen hatte sich bei etwas unter null Grad bereits eine drei Zentimeter dicke Eisschicht gebildet. Zuwenig, um darauf sicher gehen zu können, aber sehr gut, um darin einzubrechen.

Zwischen den Eisschollen warteten die Opfer der Freiwilligen Feuerwehr Farmsen und der Wasserwacht in Überlebensanzügen auf ihre Rettung. Jeder hatte die Möglichkeit Opfer und Helfer zu sein. Verschiedene Rettungsmittel kamen zum Einsatz: z.B. das aufblasbare Schlauchboot der Feuerwehr, Leitern sowie Wurfsäcke mit Rettungsleinen. Begeistert waren die Retter von ihren neuen Handspikes, mit denen man sich in beachtlicher Geschwindigkeit bäuchlings über das Eis ziehen kann. So erreicht man schnell den Verunglückten. Aus dem Wasser kommen Opfer und Helfer übrigens nur schwer aus eigener Kraft. Sie werden an den Seilen, mit denen die Rettungsmittel und jeder Helfer gesichert sind, an Land gezogen.

„Niemand sollte jemals versuchen, ungesichert eine Eisrettung durchzuführen“, erklärt hierzu Gerhard Bauer, der den Lehrgang leitete. „Die eigene Sicherheit geht immer vor!“

Zum Aufwärmen für die nun recht abgekühlten Retter und Opfer hatte die DRK Bereitschaft Wandsbek ein Zelt mit einer kräftigen Zeltheizung aufgebaut.

Fazit nach dem Lehrgang: Durch diesen Lehrgang konnten die Teilnehmer ihr vorhandenes Wissen auffrischen und neue Kenntnisse und Erfahrungen in der Rettung aus winterlichen Gewässern/Eisrettung sammeln. Insbesondere durch die dünne Eisschicht wurde die Schwere der Rettung eindrucksvoll demonstriert. Es war nicht ersichtlich ob das Eis trägt oder nicht. Wichtig ist die Erkenntnis, dass ohne eine große Auflagefläche, entsprechenden Hilfsmitteln und entsprechender Schutzkleidung eine Rettung nicht möglich ist. Stehen diese Mittel nicht zur Verfügung, so ist die Rettung nur vom Ufer aus zu versuchen und sofort der Notruf abzusetzen.

Weitere Informationen zum richtigen Verhalten auf Eis finden Sie hier.