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Ansprechpartner

Klaus-Peter Gießler
Leiter der Obdachlosenhilfe

Email

Oder über unsere Geschäftsstelle:
Tel. 040 - 6570041
Fax: 040 - 6570151

Über uns

Brötchen, Kaffee und mehr...

Foto:Michael Zapf

Unser Team für die Obdachlosenhilfe fährt zweimal in der Woche (Montag + Mittwoch oder Donnerstag) zu Menschen, die nicht den Weg zu uns finden können.

Bevor sich unsere Helfer mit dem Bus auf den Weg in die Innenstadt machen, müssen noch einige Vorbereitungen getroffen werden: Es wird Tee, Kaffee und Kakao gekocht und die gespendeten Brötchen werden belegt. Wenn alles fertig ist, fahren die Helfer mit dem Bus in die Mönckebergstraße, wo die Bedürftigen oft schon warten.

Wärme

Foto: Michael Zapf

Spenden, wie z. B. Schlafsäcke oder Iso-Matten, werden vom Team auf den abendlichen Touren verteilt. Das Team hat auch immer etwas Bekleidung an Bord, um die größte Not sofort zu lindern. Weitere Kleidung erhalten die Obdachlosen in unserer eigenen Sozialkleiderkammer.

Doch so wichtig ein warmer Schlafsack auch ist - er kann menschliche Wärme nicht ersetzen. Deshalb ist es unseren Helferinnen und Helfern sehr wichtig, mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen.

Ob es einfach nur darum geht, einmal miteinander zu klönen oder ein konkreter Rat gebraucht wird, in vielen Fällen kann unser Team helfen. Und die Obdachlosen wissen dies zu schätzen - ein gutes Gefühl für unsere Helferinnen und Helfer. „Man fährt mit Problemen los und kommt mit Lösungen nach Hause“, meint dazu Klaus-Peter Gießler, Leiter der Obdachlosenhilfe.

Mal etwas Besonderes

In unregelmäßigen Abständen überraschen die Helferinnen und Helfer die Obdachlosen mit ihrem Spezialimbiss. Im Sommer werden zum Beispiel Kartoffelsalat und Würstchen serviert und im Winter eine warme Suppe.

Eine liebgewonnene Tradition ist das Neujahrsessen. Zu Ostern gibt es leckere Sachen, die für die Obdachlosenhilfe gespendet werden. Zum Nikolaus spannte das Team gleich die Handarbeitskreise mit ein und verteilte selbstgestrickte Socken, natürlich gefüllt mit leckeren Süßigkeiten. Die Damen hatten gleich noch warme Schals gestrickt, die für die kalte Jahreszeit gerne angenommen wurden.

Gut angenommen wird auch das Kuchenbuffet im Sommer. Vor der Aktion backen die Helfer/innen viele, viele Kuchen und verteilen sie an etwa 70-80 begeisterte Gäste. 

Hilfe für Vierbeiner

Foto: Karen Voekel

Die vierbeinigen Begleiter der Obdachlosen sind oft genug der einzige wahre Freund, der noch geblieben ist. Für diese Tiere gab es keine Hilfe, weder in Form von Nahrung, medizinischer Versorgung oder Betreuung, wenn der Tierhalter z.B. stationär im Krankenhaus behandelt werden musste.

Weitere Infos

Über 15 Jahre Hilfe

Die DRK-Obdachlosenhilfe wurde 1998 auf Initiative eines ehrenamtlichen Rotkreuz-Helfers aus Wandsbek, Sven Klages, gegründet. Er hatte in Wandsbek einem Obdachlosen Erste Hilfe geleistet und sich überlegt, dann man als DRK in diesem Stadtteil doch auch etwas für diese Menschen tun müsste. Doch „man müsste was tun“ heißt auch beim DRK: es muss Menschen geben, die etwas auch tatsächlich tun wollen. Und Sven Klages tat etwas. Er mobilisierte einige weitere Helfer/innen und fing einfach einmal an mit dem Helfen.

Mit zwei gebrauchten Alukisten, einigen Thermoskannen und dem alten VW Bus ging es los. Eine Bäckerei spendete übrig gebliebenes Brot, Brötchen und Kuchen. Mit allen im DRK aufzutreibenden Kaffeemaschinen wurde Kaffee gekocht. Die Brötchen wurden belegt. Aus der Sozialkleiderkammer wurde warme Kleidung mitgenommen.

Zunächst mussten die Betroffenen gefunden und auf das neue Angebot aufmerksam gemacht werden. Dabei zeigte es sich sehr bald, dass in Wandsbek selbst abends wenig Obdachlose auf der Straße waren. Die Tour wurde auf die Innenstadt ausgeweitet, wo mehr Betroffene leben. Im Laufe der Zeit wurden feste Plätze vereinbart, an denen die Obdachlosen den Bus dann schon erwarteten.

Foto: Michael Zapf

2003, nach 5 Jahren Obdachlosenhilfe, konnte das Team einen Bus in Betrieb nehmen, der den Anforderungen besser entspricht. Im hinteren Teil gibt es einen Ausgabetresen und Halterungen für die Kannen. Trotzdem ist der Bus vielseitig einsetzbar. Alle Einbauten lassen sich mit wenigen Handgriffen entfernen und der Bus als 8-Sitzer nutzen. Damit kann dann z. B. das Blutspendeteam zu einem Einsatz fahren.

Mittlerweile ist der feste Standplatz des Busses in der Mönkebergstraße. Zweimal in der Woche, montags und donnerstags, fahren die Helfer/innen raus. Einmal im Monat gibt es zu den Brötchen auch noch ein warmes Essen. Wenn zusätzliche Spenden eintreffen, zum Beispiel Schlafsäcke, freuen sich Betroffene und Helfer/innen gleichermaßen.

Seit Anfang 2008 fährt einmal monatlich ein Tierarzt oder eine Tierärztin mit. Im Rahmen einer Kooperation mit dem Franziskus Tierheim und der Tierärztekammer versorgen sie die vierbeinigen Begleiter der Obdachlosen, oft genug der einzige wahre Freund, der noch geblieben ist.

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